Viele Menschen interessieren sich für Geschichte. Die Fragen über unsere Herkunft und das Leben unserer Vorfahren haben schon lange das Studierzimmer und die Museen verlassen. Antworten darauf zu finden ist nicht nur äußerst spannend, sondern verändert auch den Blick auf die heutige Zeit.


Für uns ist das Rekonstruieren und Ausprobieren von möglichst originalgetreuen Gebrauchsgegenständen der Zeit eine gute Ergänzung zu den Scherben und Ausstellungsstücken in Museumsvitrinen. Auch alte, kaputte Becher oder rostige Schwerter waren einmal neu. Die Gegenstände so in den Händen zu halten, wie sie sich ihrem damaligen Benutzer präsentiert haben, vermittelt uns ein ganz anderes Bild der vergangenen Zeit.

Die Mitglieder des Vereins „1476 Städtisches Aufgebot“ haben sich daher zum Ziel gesetzt, verschiedene Aspekte der Lebensumstände des ausgehenden Spätmittelalters möglichst genau nachzustellen und für die Besucher unserer Veranstaltungen erlebbar zu machen.

Obwohl unsere Mitglieder aus dem gesamten deutschsprachigen Raum Europas kommen und somit unterschiedlichste Modeströmungen repräsentieren würden, konzentrieren wir unsere Darstellung auf den süddeutschen Raum in der Zeit um 1476. Hierdurch erreichen wir ein homogenes Bild. Im Gegensatz zu vielen anderen Gruppen ist unsere Darstellung an keine bestimmte Reichsstadt angelehnt.