Ebenfalls im 15.Jahrhundert entwickelten sich die ersten "Schützenketten". Diese wurden dem "Schützenkönig" auf Zeit verliehen. Ebenso finden wir Berichte über sogenannte "landcleynodte", prinzipiell Wanderpokale, die von Schützen gewonnen und in deren Heimatstadt verbracht wurden. Eine Referenz findet sich im liber diversarum formarum 19 in den Akten des Hochstift Würzburg, p. 127-128 bzgl. des Schützenbriefs der Stadt Würzburg vom 29.Mai 1501:

"naemlich um das landtcleynatt der armbrustschuetzen, das die schuetzenmeister und schiessgesellen aus wuerzburg vor einem jahr zu gerolzhofen gewonnen haben [...] um das landtcleynodt der buechsenschuetzen, das die schossmeister und schiessgesellen von wuerzburg vor einem jahr zu mainstockheim gewonnen haben [...]"

 

Einige Originale Schützenketten aus dem 15. Jahrhundert sind bis heute erhalten geblieben:

 

Basierend auf diesen bestehenden Originalen haben wir ein Cleynodt für unsere eigenen Schützenfeste, die im zweijährigen Rythmus szeneintern stattfinden, angefertigt. Dieses Cleynodt erhält nun nach und nach von den Schützen des jeweils besten Aufgebotes eine Plakette mit den Insignien der Stadt, für die das Aufgebot am Wettbewerb teilnahm.